Springlehrgang Andy Candin

Springlehrgang Andy Candin

Springlehrgang mit Andy Candin erfolgreich beendet  (8-10.02.2013)

Als Weltcupspring- und Nationenpreisreiter sowie Hallenchampion war er angekündigt – dementsprechend erwarteten die Teilnehmer dieses Springlehrgangs einen forsch mit scharfer Kommandosprache auftretenden Lehrherrn – doch weit gefehlt – Andy Candins Devise Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe.

Die ersten Trainingsstunden am Freitag nutzte der Trainer um bei Pferd und Reiter, die Reitweise, die Art des Galoppierens und den Raumgriff zu erkennen, um dann ganz gezielt und individuell auf die einzelnen Reiterpaare einzugehen.
Mit modernster Technik – Headset und Lautsprecher – ausgestattet,  geschah dies in ruhiger, ja fast Wohnzimmerlautstärke. Ruhe bedeutet für Andy Candin absolut ruhige Hand, ruhige Unterschenkellage am Sattelgurt und sicheres Einwirken (Hilfen) aus einem korrekten Sitz heraus. Aber auch ein gleichmäßiges, ruhiges Grundtempo von Galopp-sprung zu Galoppsprung ohne vor dem Hindernis zu beschleunigen, wurde von dem Trainer verlangt. Hier war der Reiter gefordert sein Pferd sicher an seine Hand heran-zutreiben. Die eisigen Temperaturen in der Halle waren hier schnell vergessen.

Nach dieser einstündigen Trainingseinheit je Gruppe mit 3 – 4 Reiterpaaren schloss sich am Freitag Abend noch der Theorieunterricht von Andy Candin an und hier erfuhren die 10 Teilnehmer und das Publikum im Reiterstüble, dass reiterliches Können allein für erfolgreiches Turnierreiten nicht ausreichend ist. Wichtig ist auch der Kopf, denn beim Abschreiten des Parcours reicht es nicht mehr aus sich die Reihenfolge der Hindernisse einzuprägen, sondern auch die Abstände dazwischen und die erforderlichen Galoppsprünge müssen geistig verankert werden, wobei diese Distanzen durch die Höhe der Hindernisse und  die Breite der Oxer ständig variieren. Die optimale Linienführung, die im Hinblick auf  Zeitfehler eine wesentliche Rolle spielt, ist gedanklich abzustimmen und das immer unter Beachtung des Raumgriffs der Galoppade des eigenen Pferdes.  Dieser theoretische Unterricht hat wieder einmal mehr bestätigt, warum immer wieder von der Kunst des Reitens die Rede ist.

An den folgenden 2 Tagen wurde intensiv weitergearbeitet und diese theoretischen Anforderungen in das praktische Training mit einbezogen, wobei gleichzeitig die Anforderungen an Höhe der Hindernisse, die Enge der Wendungen und die unter-schiedlichen Distanzen gesteigert wurden. Dem geübten Auge des Trainers blieb nichts verborgen, so dass er die einzelnen Ritte korrigierend kommentierte. Deutlich erkennbar war, dass auch zunächst unsichere Pferde deutlich an Vertrauen gewannen und auch die höheren Anforderungen im Parcours meisterten. Ein einziges Mal griff der Meister selbst ein, weil ein Pferd nach einer engen Wendung den Hilfen der Reiterin nicht mehr folgen wollte und das Hindernis nicht mehr annahm. Nach anfänglichem Widersetzen wurde auch diese Aufgabe souverän gelöst, denn Andy wünscht sich, dass nicht nur die Reiter sondern auch die Pferde den Lehrgang positiv und vertrauensvoll gestimmt beenden.

Das Fazit: Es waren für alle Teilnehmer – Reiter und Pferd – drei  äußerst lehrreiche Tage mit genügend Lehrstoff, um daran intensiv für eine erfolgreiche Turniersaison weiter arbeiten zu können. Auch die Zuschauer, die sich wegen der  frostigen Temperaturen doch mehr im Reiterstüble aufhielten hatten profitiert, denn dank Headset wurden die Kommentare von Andy Candin auch hierher übertragen.

Das Foto zeigt Dirk Thaler auf seinem  Cosmos und den Trainer Andy Cantin. Dirk hatte noch sein Erlebnis, da er sein Pferd noch nie beim Springen gesehen hat, da ja immer er selbst reitet bat er den Trainer im Sattel von Cosmos Platz zu nehmen. Nach einigen Probesprüngen wanderten die Hindernisstangen schnell auf S-Niveau (Schwere Klasse) und Dirk war zufieden.

Das Foto zeigt Dirk Thaler auf seinem Cosmo und den Trainer Andy Candin. Dirk hatte dann später noch ein spezielles Erlebnis. Da er ja immer selbst reitet und deshalb sein Pferd noch nie beim Springen gesehen hat, bat er den Trainer im Sattel von Cosmo Platz zu nehmen. Nach einigen Probesprüngen wanderten die Hindernisstangen schnell auf S-Niveau (Schwere Klasse), womit Dirk sichtlich zufrieden war.

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